Aktuelles

Nicht jede Klinik verfügt über spezialisierte palliativmedizinische Expertise. Ob telemedizinische Beratungen die Palliativversorgung verbessern können, wird an der Berliner Charité untersucht…

Den Leidensdruck schwerkranker Patient:innen wie Schmerzen und andere Beschwerden gezielt lindern, um ihre Lebenszeit und Lebensqualität bestmöglich zu erhalten und zu fördern – das ist das Ziel der sogenannten Palliativmedizin. Sie ist ein wichtiger und etablierter Teil der intensivmedizinischen Versorgung. Sind Krankheitsbild und Symptome jedoch sehr komplex, kann es für das intensivmedizinische Personal hilfreich sein, sich von spezialisierten Palliativmediziner:innen zum konkreten Fall beraten zu lassen. „Es haben allerdings nicht alle Kliniken eine palliativmedizinische Expertise im Haus“, erklärt Prof. Claudia Spies, Direktorin der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin an der Charité. „Ein systematischer Einsatz von Telemedizin, mit der Expert:innen virtuell und somit schnell und ortsunabhängig hinzugezogen werden können, könnte die Palliativversorgung auf Intensivstationen noch deutlich verbessern.“

Infektionen mit Atemwegsviren wie Influenza-Viren, den Auslösern der Virusgrippe, RS-Viren oder Coronaviren können eine virale Lungenentzündung auslösen, die im schlimmsten Fall zum Lungenversagen führt. Ein internationales Forschungsteam unter Federführung der Gießener Lungen- und Infektionsforscherin Prof. Dr. Susanne Herold, Professur für Innere Medizin, Infektiologie und experimentelle Pneumologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), das sich mit den Fragen „Wie repariert der Körper Schäden des Lungengewebes nach einer viralen Lungenentzündung und wie lassen sich diese Prozesse therapeutisch beeinflussen?“ beschäftigt, konnte nun ein Protein identifizieren, das die Lungenschädigung durch Influenza-Viren mildert und therapeutisches Potenzial besitzen könnte.

Gemäß den Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden weltweit nur 60 Prozent der Betroffenen mit multiresistenter Tuberkulose erfolgreich behandelt. In den letzten Jahren haben sich zudem vermehrt Tuberkulose-Stämme entwickelt, die gegen sämtliche verfügbare Medikamente resistent sind. Ein internationales Forschungsteam konnte nun anhand mikrobiologischer Untersuchungen und bildgebender Verfahren die Wirksamkeit des neuartigen Wirkstoffs Ganfeborol belegen und den Weg für weitere klinische Studien ebnen.

Zu nahe sollte man den „Ratten der Lüfte“ besser nicht kommen: Taubensekrete können Erreger der Art Chlamydia psittaci beherbergen und eine ambulant erworbene Pneumonie verursachen…

Eine aktuelle Studie über Mikroorganismen und ihre Metaboliten in Innenräumen (AR) wirft neues Licht auf Faktoren, die eine Erkrankung an Asthma und allergischer Rhinitis begünstigen…

Forschungsergebnisse aus dem Labor zeigen, das sogenannte Phagen dazu beitragen können, die Belastung mit dem Bakterium Pseudomonas aeruginosa in der Lunge zu reduzieren. Forschende haben in einer Übersichtsarbeit bisherige Ergebnisse zusammengefasst.

Menschen mit Sarkoidose haben oft veränderte Blutzucker- und Blutfettspiegel. Das könnte sich für Diagnose und Behandlung nutzen lassen.

Ein Wissenschaftsteam ist den möglichen Wechselwirkungen zwischen Blutzucker und Blutfetten mit Sarkoidose nachgegangen. Dazu hat es eine Beobachtungsstudie in Kombination mit einer Mendelschen Randomisierungsanalyse (eine statistische Methode zur Auswertung genetischer und epidemiologischer Daten) durchgeführt.